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TSV 1860 München – FC St. Pauli, 07.03.2010
Mehrheitlich St. Pauli –Fans besammelten sich frühmorgens bei eisiger Kälte im Pirates in Hinwil. Erstaunlich viele weibliche St. Pauli – Fans reisten mit uns nach München, um das Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem TSV 1860 und dem FC St. Pauli aus Hamburg in der Allianz-Arena in München zu verfolgen.
Aufgrund Fehlverhaltens der eigenen Fans bei einem vorangegangenen Spiel wurde der Ticketverkauf für dieses Spiel auf 25‘000 Tickets limitiert. Komischerweise waren es dennoch über 27‘000 Fans, die sich jedoch in der knapp 70‘000 Zuschauer fassende Allianz-Arena etwas verloren.
Das Thermometer zeigte einige Grad unter null an, eigentlich eher eine Temperatur, bei der man ein Fussballspiel lieber in der warmen Stube mit einem kalten Bier mitverfolgt. Uns erging es gerade umgekehrt, wir tranken ein kaltes Bier und sehnten uns nach der warmen Stube;) Deshalb hat sich einer nach dem anderen entschieden, etwas Warmes zu trinken, bevor man jedoch in den Genuss kam, musste man zuerst eine Arena-Card mit Euros aufladen. Mit dieser konnte man anschliessend bargeldlos in der gesamten Arena Getränke, Esswaren und Fanartikel einkaufen.
Das Spiel vermochte auch nicht richtig zu überzeugen, zu rutschig das Terrain, zu wenige Torchancen auf beiden Seiten – selbst die rote Karte nach weniger als 10 Minuten für 1860 und die darauffolgende Überzahl für den Rest des Spiels vermochten die Paulaner nicht auszunutzen. So viel das 1:0 in der 23. Minute völlig überraschend, Stefan Aigner erzielte das Tor aus kürzester Distanz mit dem Kopf. Erst nach der Pause machte St. Pauli mächtig Dampf und wurde für die Bemühungen nach nur 6 Minuten in der 2. Halbzeit belohnt. Ebbers köpfte den eigentlichen Volley-Direktschuss von Kalla direkt ins Netz. Kurze Zeit später ging der TSV 1860 erneut in Führung und konnte den Vorsprung über die Zeit retten. Zu harmlos waren die Angriffsbemühungen der Hamburger.
Ohne langes Warten in der klirrenden Kälte von München stiegen wir alle sofort in den Partybus ein, der von vielen Pauli-Fans wegen dem abgebildeten Totenkopf sehr bewundert wurde. Die anschliessende Fahrt führte uns ins Hofbräuhaus in der Innenstadt von München. Mit einem Masskrug Bier und einem halben Hendl im Magen machten wir uns danach wieder auf die Rückfahrt nach St. Margrethen bzw. Hinwil. Allen Mitreisenden hat der Ausflug sehr gut gefallen und wir hoffen, dass sie auch bei einem weiteren Pirates on the Road Ausflug wieder mit uns mitreisen.

Lauberhornabfahrt, 16.01.2010 -
guck dir das Filmli an - Bericht im Regio
Aus dem kalten und nebligen Hinwil startete unser Tagesausflug. Destination: Lauberhornabfahrt in Wengen. Obwohl noch früh am morgen, begann der Tag feuchtfröhlich - die ersten Biere gingen weg wie warme Gipfeli, Nachschub war selbstverständlich noch genügend vorhanden. Bei der Fahrt über den Brünig wurde allen bewusst, was für ein herrlicher Tag auf uns wartete. So konnten wir nach über 1-stündiger Fahrt erstmals dem Nebelmeer entfliehen und bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel einen kurzen Halt machen auf der Passhöhe. Einen stimmungsvollen Tag mit den Piraten war somit vorprogrammiert.
In Lauterbrunnen angekommen, mussten wir das Transportmittel wechseln, da Wengen weder mit dem Auto geschweige denn mit dem Car erreichbar ist. Schnell mussten wir einsehen, dass die Bahn aus Kapazitätsgründen schnell an ihre Grenzen stiess. Über 30‘000 Besucher erwartete das 1200-Seelendorf im Berner Oberland. Nach kurzem Anstehen in der Warteschlange beim Bahnhof Lauterbrunnen, entschieden wir uns, den einstündigen Marsch und die rund 600 Höhenmeter unter die Füsse zu nehmen. Ein paar kalte Biere durften selbstverständlich nicht fehlen, diese kauften wir im nahegelegenen Coop noch kurz ein. Schnell stellte sich auf der Wanderung heraus, dass wir schnellstmöglich an Ballast verlieren sollten, also waren auch die paar Flaschen Bier schnell getrunken!
Im Zielhang angekommen, den Zielsprung begutachtet, ging es dann auch bald los mit dem Skirennen. Die Hoffnungen der Eidgenossen lagen einmal mehr auf Didier Cuche und Carlo Janka. Zumindest Janka vermochte den Erwartungen gerecht zu werden – mit einer Spitzenzeit von 2:32.23 fuhr er seiner Konkurrenz deutlich davon. Bode Miller, vermutlich stärkster Widersacher rutschte kurz vor dem Ziel aus und schied aus. So stand Janka zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere an der Lauberhornabfahrt zuoberst auf dem Podest, Didier Cuche verfehlte dieses um wenige Hundertstelsekunden. Der Liechtensteiner Marco Büchel fuhr beim seiner letzten Weltcup-Abfahrt am Lauberhorn ebenfalls aufs Podest, der 3. Platz war für den 38-jährigen ein Riesenerfolg auf seiner Abschiedstournee. Die Party war somit lanciert, viele Tausend Zuschauer feierten ihre Skihelden im Weltcupdörfli in Wengen bei der Rangverkündigung.
„Schon erstaunlich, wie die Athleten bei schwersten Pistenbedingungen und Glatteis pur auf der längsten Abfahrtstrecke der Welt sich bloss um eine Hundertstelsekunde unterscheiden“, meinte ein mitgereister Pirat. Trotzdem gab es dann auch noch andere, die mit über 10 Sekunden Verspätung im Ziel eingetroffen waren, die Aufräumarbeiten hatten zu diesem Zeitpunkt fast schon begonnen;) Einer der Fahrer verirrte sich im Kernen-S und folgte anstatt dem weiteren Pistenverlauf dem Eichhörnchen in den Wald.
Unsere Gruppe zog ein Fazit und alle waren sich einig: Es war ein super Ausflug, mit Superstimmung, Bombenwetter und dem richtigen Sieger. Mit einigen Bierchen und Holdrios im Magen neigte sich der Abend langsam dem Ende zu. Viele der mitgereisten Gäste werden sich wohl auch die nächste Ausführung der Lauberhornabfahrt nicht entgehen lassen!

3.11.2009 AC Milan - Real Madrid
Nicht ganz einfach war es an Tickets für den Champions-League-Knaller zwischen der AC Milan und Real Madrid heranzukommen. Am frühen Dienstagnachmittag startete der Ausflug beim Pirates in Hinwil. Die Stimmung im Bus brauchte Andy Gröbli zunächst mit einer Flasche Weisswein etwas anzukurbeln, dennoch war die Vorfreude auf dieses Spitzenspiel deutlich zu spüren. Je näher wir an die italienische Grenze fuhren, desto mehr Reisebusse mit Fussballfans waren zu sehen. Auch auf den Raststätten waren viele neugierige Blicke voll und ganz auf unseren Pirates Partybus gerichtet, einige Gäste aus anderen Bussen liessen es sich nicht nehmen, einen kurzen Blick in den Partybus zu werfen. Diese wären dann nach der Pause wohl lieber bei uns als in ihren herkömmlichen Bus gestiegen.
An der Grenze angekommen, wartete bereits die nächste Wartepause. Die Zöllner vertrauen einem Reisebus mit einem Totenkopf abgebildet wohl nicht richtig und durchsuchten den Bus mit einem Hund. Ob er nur die Musikanlage ausprobieren und etwas Party machen wollte, sei nun mal dahingestellt. Sicher ist, er wäre sicherlich gerne mit uns eingestiegen und nach Mailand gefahren. So stieg er mit einem grimmigen Ausdruck im Gesicht wieder aus und liess uns weiterfahren. 45 Minuten später trafen wir endlich vor dem riesigen Mailänder Fussballtempel ein und fanden auf dem riesigen Carparkplatz ein kleines Plätzchen.
Weitaus schneller als beim WM-Qualifikations-Spiel in Basel verliefen die Eingangskontrollen, keine Frage, der Zuschaueraufmarsch war ja auch doppelt so gross.
79‘000 fussballverrückte Zuschauer verfolgten danach den Knaller zwischen der AC Milan und Real Madrid im Mailänder Stadion San Siro und sorgten dabei für eine Bombenstimmung. Nach Toren durch Reals-Stürmers Benzema und dem brasilianischen Superstar Ronaldinho mittels Penalty, stand das Endresultat bereits zur Pause fest. Trotzdem konnten wir nochmals eine spannende zweite Halbzeit erleben, das Endresultat entsprach schlussendlich dem Gezeigten, obwohl Milan wohl ein bisschen mehr am Sieg geschnuppert hatte!

14.10.2009 WM-Qualifikationsspiel Schweiz - Israel
Endlich war es soweit. Das alles entscheidende WM-Qualifikations-Spiel der Schweiz gegen Israel stand auf dem Programm. 44 Schweizer Fans, ob jung oder alt, keiner wollte dieses Spiel verpassen! Die Fahrt nach Basel dauerte etwas länger als angenommen, der Feierabendverkehr hielt sich hartnäckig.
In Basel trotzdem noch früh genug eingetroffen, folgten bereits die nächsten Warteschlangen vor dem Stadion. Die Eintrittskontrollen dauerten so lange, dass noch einige hundert Fans eine Viertelstunde nach Anpfiff immer noch vor dem Stadion warten mussten. Die Stimmung im Stadion war von Anfang an sehr euphorisch, das Resultat vermochte aber die Fans nicht von den Sitzen zu reissen.
Nach einem mühsam erzwungenen 0:0 Unentschieden qualifizierte sich die von Ottmar Hitzfeld trainierte Schweizer Nationalmannschaft in klirrender Kälte trotzdem für die Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wo nun wahrlich stärkere Gegner auf die Schweizer warten. Das Volksfest blieb aus, die Fans stiegen wieder in ihre Busse und verteilten sich wieder in die ganze Schweiz. So auch wir – nur dass die Gäste im Partybus noch weiter für Stimmung sorgten und mit Prosecco miteinander noch auf die WM-Teilnahme angestossen haben!

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